Die Bedeutung der Botanicals
Wie Botanicals den Geschmack von Gin prägen
Entdecken Sie die faszinierende Welt der Botanicals und erfahren Sie, wie sie jedem Gin seinen einzigartigen Charakter verleihen.
Einzigartige Aromen
Jedes Botanical trägt zu einem unverwechselbaren Geschmackserlebnis bei.
Natürliche Zutaten
Unsere Botanicals werden sorgfältig ausgewählt, um höchste Qualität zu gewährleisten.
Vielfältige Kombinationen
Die Kunst der Gin-Herstellung liegt in der perfekten Kombination der Botanicals.
Die Bedeutung der Botanicals im Gin
Was sind Botanicals?
Botanicals sind Pflanzenstoffe, die in der Herstellung von Gin und anderen Spirituosen verwendet werden, um Geschmack, Aroma und Charakter zu verleihen. Der Begriff „Botanical“ stammt aus dem Lateinischen „botanicus“ und bezieht sich auf Pflanzen oder pflanzliche Substanzen. In der Welt des Gins umfasst dieser Begriff eine Vielzahl von Kräutern, Gewürzen, Früchten, Wurzeln und Rinden, die in einem Destillationsprozess verwendet werden, um dem Endprodukt seine einzigartige Aromatik zu verleihen.
Gin ist bekannt für seine geschmackliche Vielfalt und seine Fähigkeit, verschiedene Aromen auf harmonische Weise zu vereinen. Der wichtigste Bestandteil eines jeden Gins sind die Wacholderbeeren, die dem Getränk seinen charakteristischen, harzigen und leicht würzigen Geschmack verleihen. Wacholder ist das einzige gesetzlich vorgeschriebene Botanical, das in Gin enthalten sein muss. Doch darüber hinaus sind der Kreativität der Gin-Hersteller keine Grenzen gesetzt.

Die Vielfalt der Botanicals
Botanicals sind die Seele des Gins. Sie verleihen ihm seine unverwechselbaren Aromen und Geschmacksnoten.
Botanicals können in drei Hauptkategorien eingeteilt werden: Gewürze und Kräuter, Früchte und Zitrusschalen sowie Wurzeln und Samen.
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Gewürze und Kräuter: Hierzu gehören Klassiker wie Koriander, der oft nach Wacholder das zweithäufigste Botanical ist und für eine würzige Zitrusnote sorgt, sowie Angelika- oder Engelwurz, die erdige und holzige Aromen beisteuert. Kardamom, Fenchelsamen, Rosmarin und Sternanis sind weitere Beispiele für Gewürze, die oft verwendet werden, um dem Gin eine besondere Tiefe und Komplexität zu verleihen.
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Früchte und Zitrusschalen: Zitrusschalen von Zitronen, Orangen oder Grapefruits sind in vielen Gins zu finden und tragen zu den frischen, lebhaften Aromen bei. Auch Schlehen oder andere Beeren können verwendet werden, um fruchtige und süße Noten hinzuzufügen.
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Wurzeln und Samen: Wurzeln wie Ingwer oder Lakritze (Süßholz) spielen eine wichtige Rolle bei der Balance der Aromen im Gin. Sie fügen oft warme, würzige oder süße Töne hinzu, die das Geschmacksprofil abrunden.
Die Bedeutung der Botanicals
Jedes Botanical trägt auf einzigartige Weise zum Charakter des Gins bei. Rosmarin bringt eine harzige Note, Schlehen eine fruchtige Süße, Sternanis eine exotische Würze, Zimt eine warme Süße und Zitrusschalen eine lebendige Frische. Diese Vielfalt macht Gin zu einem faszinierenden Getränk.
Daher spielen Botanicals eine zentrale Rolle in der Herstellung von Gin und sind entscheidend für das unverwechselbare Geschmacksprofil dieser Spirituose. Sie sind nicht nur die aromatischen Komponenten, die dem Gin seinen charakteristischen Geschmack verleihen, sondern auch Ausdruck der Kreativität und des handwerklichen Könnens des Destillateurs.
Gemäß den gesetzlichen Vorschriften muss der vorherrschende Geschmack im Gin immer von Wacholder stammen, was ihm seine charakteristische harzige, leicht bittere Note verleiht. Wacholder ist somit nicht nur ein Botanical unter vielen, sondern der zentrale Bestandteil, der den Gin als Gin definiert.
Die wichtigsten Botanicals für Gin
Vielfalt und Geschmack
Wacholderbeeren
Wacholderbeeren sind das Herzstück jedes Gins und verleihen ihm seine charakteristische Würze und Frische.
Koriandersamen
Koriandersamen bringen eine zitrusartige Note und eine subtile Würze in den Gin.
Kardamom
Kardamom bereichert Gin mit seinem intensiven, würzigen und leicht süßlichen Aroma, das exotische Tiefe verleiht.
Ingwer
Ingwer sorgt für eine würzige Schärfe und frische Zitrusnoten, die dem Gin eine belebende Wärme geben.
Engelwurz (Angelikawurzel)
Wacholderbeeren sind das Herzstück jedes Gins und verleihen ihm seine charakteristische Würze und Frische.
Fenchelsamen
Fenchelsamen bringen einen subtilen, süßlichen Anisgeschmack in Gin, der Frische und Tiefe verleiht.
Lakritze / Süßholz
Süßholz bringt eine milde Süße und weiche, erdige Noten, die den Geschmack von Gin abrunden.
Rosmarin
Rosmarin fügt dem Gin ein harziges, aromatisches Profil hinzu, das an mediterrane Wälder erinnert.
Schlehen
Schlehenfrüchte verleihen Gin eine fruchtige Süße mit einem leicht herben, mandelartigen Nachgeschmack.
Sternanis
Sternanis fügt eine kräftige, süßliche Anisnote hinzu, die dem Gin eine exotische Würze verleiht.
Zimt
Zimt bringt eine warme, süße Würze in Gin, die besonders in winterlichen oder festlichen Varianten geschätzt wird.
Zitrusschalen
Zitrusschalen liefern erfrischende, spritzige Noten, die dem Gin eine lebendige Frische und Leichtigkeit verleihen.
Wie gelangen die Botanicals in den Gin?
1. Auswahl der Botanicals
Der erste und entscheidende Schritt ist die Auswahl der Botanicals, die den Charakter des Gins prägen sollen. Dabei werden verschiedene Kräuter, Gewürze, Früchte, Samen, Wurzeln und Rinden in Betracht gezogen, um ein ausgewogenes und komplexes Geschmacksprofil zu erreichen. Die Wahl der Botanicals hängt von der Art des Gins ab, den der Destillateur herstellen möchte (z.B. klassisch, würzig, zitrusbetont, floral).
2. Vorbereitung der Botanicals
Die ausgewählten Botanicals müssen vorbereitet werden, bevor sie in den Destillationsprozess eingebracht werden können. Dies kann das Mahlen, Zerkleinern oder Schneiden von Samen, Wurzeln oder Früchten umfassen, um die Oberfläche zu vergrößern und die Aromen leichter extrahieren zu können. Einige Botanicals, wie Zitrusschalen, müssen frisch geschnitten werden, während andere, wie Gewürze oder getrocknete Kräuter, direkt verwendet werden können.
3. Mazeration
Die Mazeration ist ein wesentlicher Schritt im Gin-Herstellungsprozess. Dabei werden die vorbereiteten Botanicals in neutralem Alkohol (meist Getreidealkohol) eingeweicht, um ihre ätherischen Öle und Aromen zu extrahieren. Die Dauer der Mazeration kann stark variieren und hängt von den verwendeten Botanicals und dem gewünschten Endergebnis ab. Typischerweise dauert dieser Prozess zwischen 12 und 48 Stunden. Während dieser Zeit nimmt der Alkohol die Aromen der Botanicals auf, was die Grundlage für den späteren Gin bildet.
4. Destillation
Nach der Mazeration wird der aromatisierte Alkohol destilliert, um die konzentrierten Aromen zu extrahieren und zu veredeln. Es gibt zwei Hauptmethoden, wie die Botanicals während der Destillation in den Gin gelangen können:
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Pot-Still-Destillation (Topfdestillation): In dieser traditionellen Methode werden die mazerierten Botanicals zusammen mit dem Alkohol in einer Brennblase erhitzt. Der Alkohol verdampft, nimmt die Aromen der Botanicals auf und kondensiert dann in einem Kühlrohr, wo er als Destillat gesammelt wird. Der erste und der letzte Teil des Destillats (Vor- und Nachlauf) werden normalerweise entfernt, um nur das Herzstück des Destillats zu verwenden, das die reinsten und ausgewogensten Aromen enthält.
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Vapor-Infusion (Dampf-Infusion): Bei dieser Methode werden die Botanicals in einem speziellen Korb im Hals der Brennblase platziert. Der aufsteigende Alkoholdampf durchströmt die Botanicals und nimmt dabei die Aromen auf, bevor er kondensiert und als Destillat gesammelt wird. Diese Methode ist besonders geeignet für empfindliche oder zarte Botanicals, da sie eine sanftere Extraktion ermöglicht.
5. Vermählung und Ruhephase
Nach der Destillation wird der hochprozentige Gin mit Wasser auf Trinkstärke (meist zwischen 37,5% und 47% Vol.) herabgesetzt. Anschließend folgt oft eine Ruhephase, bei der der Gin für einige Zeit lagert, um die Aromen zu harmonisieren. Während dieser Zeit setzen sich die Aromen, und der Gin erhält seinen endgültigen Charakter.
6. Filtration
Nach der Ruhephase wird der Gin gefiltert, um eventuelle Trübstoffe oder Rückstände zu entfernen. Dieser Schritt ist wichtig, um sicherzustellen, dass der Gin klar und frei von Partikeln ist. Es gibt verschiedene Filtrationsmethoden, die je nach gewünschtem Endergebnis angewendet werden, z.B. Kältefiltration, bei der der Gin heruntergekühlt wird, um bestimmte Öle und Feststoffe zu entfernen.
7. Abfüllung
Der letzte Schritt ist die Abfüllung des Gins in Flaschen. Dabei wird der Gin sorgfältig in die ausgewählten Flaschen abgefüllt, verschlossen und etikettiert. Einige Gins werden anschließend noch einmal überprüft, um sicherzustellen, dass sie den Qualitätsstandards entsprechen, bevor sie in den Handel kommen.
Die Herstellung von Gin, insbesondere die Einbindung der Botanicals, ist ein sorgfältig abgestimmter Prozess, der von der Auswahl und Vorbereitung der Zutaten über die Mazeration und Destillation bis hin zur Abfüllung reicht. Jeder Schritt spielt eine entscheidende Rolle dabei, die komplexen Aromen der Botanicals in den Gin zu integrieren und das gewünschte Geschmacksprofil zu erzielen.
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